
Verbandsanzeiger 22.07.2026
22. Juli 2026Verbandsanzeiger 29.07.2026

Königseggwalder Verbandsanzeiger
29.07.2026
Baugebiet Ozetweiher II
Bekanntmachung paralleles Bieter- und Losverfahren
Nach Beschlussfassung durch den Gemeinderat führt die Gemeinde zur weiteren Vermarktung der Bauplätze im Baugebiet Ozetweiher II ein paralleles Vergabeverfahren der noch verfügbaren Bauplätze durch. Das Verfahren wird analog der vorherigen Verfahren ablaufen, weshalb es erneut ein Bieter- und ein Losverfahren geben wird.
In diesem Verfahren haben Sie nun die Möglichkeit sich auf Bieter- und Losverfahrensplätze zu bewerben. Hierzu sind die entsprechenden Formulare zu verwenden.
Das gleichzeitige Bieter- und Losverfahren beginnt am Montag den 27.07.2026 um 00:00 Uhr und endet am 01.09.2026 um 16:00 Uhr.
Die noch verfügbaren Bauplätze sind – unter Zuordnung zum jeweiligen Verfahren (Bieter- oder Losverfahren) – im Dokument „Verfügbare Bauplätze mit Preisspanne“ dargestellt, welches über die Homepage der Gemeinde eingesehen oder bei der Gemeinde angefordert werden kann.
Auf die weiteren Unterlagen im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren (Merkblatt, Bewerbungsbogen Teil I und Bewerbungsbogen II Losverfahren bzw. Bewerbungsverfahren II Bieterverfahren) wird verwiesen.
Auch diese Unterlagen können über die Homepage der Gemeinde abgerufen oder bei der Gemeindeverwaltung angefordert werden.
Eine gleichzeitige Bewerbung für das Bieter- und das Losverfahren ist nun möglich, es werden jedoch zunächst die Plätze für das Bieterverfahren betrachtet und vergeben und anschließend das Losverfahren. Da auch weiterhin die Regelung gilt, dass pro Person nur ein Bauplatz erworben werden kann, wird es keine „Doppelzusagen“ oder Wahlmöglichkeiten geben.
Es erfolgt ausdrücklich der Hinweis, dass Personen, die bereits in vorangegangen Verfahren eine Bauplatzzusage erhalten haben, nicht mehr am jetzigen Verfahren teilnehmen können, bzw. keinen weiteren Bauplatz erwerben können.
Es können nur vollständige Bewerbungen zugelassen werden. Die notwendigen Unterlagen und die Hinweise für die Zusammenstellung der Unterlagen finden Sie im Merkblatt.
Wir weisen darauf hin, dass nach Fristende abgegebene Bewerbungen nicht berücksichtigt werden können.
Königseggwald, 25.07.2026
Gemeindeverwaltung Königseggwald
Ferienprogramm 2026
Bei den in der letzten Ausgabe veröffentlichten Angeboten zum Ferienprogramm ist der Programmpunkt „Bastelnachmittag“ ausgebucht.
Bei „Back to Kindi“ sind noch Plätze verfügbar. Die Informationen zu diesem Angebot führen wir nachfolgend nochmals kurz auf:
– „Back to Kindi“ am 09.09.2026 von 14:30 Uhr bis 18 Uhr.
Treffpunkt: St. Georgs-Kindergarten
Teilnehmeranzahl max. 20 Kinder
Alter: 1. Klasse bis 13 Jahre
Anmeldungen bitte ausschließlich über Sarah Spieß. Ihre eMail-Adresse lautet: spiesssarah@gmx.de
Darüber hinaus sind auch weiterhin Angebote aller Art von Privatpersonen/Firmen etc. gerne gesehen und herzlich willkommen. Die notwendigen Versicherungen werden wieder von der Gemeinde übernommen.
Sollten wir Ihr Interesse zur Mitwirkung an unserem Programm geweckt haben, kommen Sie einfach telefonisch unter der 07587 95020 oder per E-Mail unter gemeinde@koenigseggwald.de auf uns zu.
Außerdem möchten wir nochmals auf den „Ferienabschlusstag“ auf dem Sportplatz hinweisen, welcher am 11.09.2026 stattfinden wird. Merken Sie sich dieses Datum gerne vor.
Bei Interesse und zur besseren Planbarkeit können Sie eine Teilnahme für den Abschlusstag bei der Gemeinde oder den Vereinsvorständen melden.
Das Programm bzw. das Angebot für diesen Tag wird zeitnah veröffentlicht.
An dieser Stelle wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern noch eine gute letzte Schulwoche, einen guten Abschluss des Schuljahres und vor allem schöne Sommerferien!
Herzliche Grüße
Ihre Gemeindeverwaltung
Beginn der Arbeiten an der Friedhofsmauer
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
als weiterer Schritt der Instandsetzungsarbeiten am und um den Friedhof wurde am 27.07.2026 mit den Arbeiten an der Friedhofsmauer begonnen.
Durch die Arbeiten ggf. entstehende Einschränkungen bitten wir zu entschuldigen.
Über den Fortgang der Arbeiten werden wir Sie auf dem Laufenden halten.
Heckenrückschnitt
In den letzten Wochen ist die Vegetation sichtbar gewachsen – insbesondere auch Hecken, Bäume und Sträucher.
Diese haben durch ihre Größe oftmals direkte Auswirkungen auf die Sicherheit des Straßenverkehrs – bspw. die Verengung von Gehwegen, Sichteinschränkungen im Kreuzungs- und Einmündungsbereich etc.
Um möglichen Gefährdungen oder gar Unfällen vorzubeugen, möchten wir Sie daher bitten, die vorgenannte Vegetation den Vorgaben entsprechend zurückschneiden.
Die wesentlichen Vorgaben sind nachfolgend kurz aufgeführt.
So gilt unter anderem,
- dass Gehwege bis zu einer Höhe von 2,30m von Ästen freizuhalten sind.
- dass auf dem jeweiligen Gehweg genug Platz vorhanden sein muss, damit zwei Personen problem- und gefahrlos aneinander vorbeigehen können.
- dass Straßenlaternen und Verkehrszeichen nicht verdeckt werden dürfen.
Außerdem wollen wir darauf hinweisen, dass an Kreuzungen und Einmünden die Bepflanzung nicht höher als 80 cm sein darf.
Die Gemeindeverwaltung
Geschwindigkeitsmessung in Königseggwald
Am Donnerstag, den 09.07.2026, wurde vom Landratsamt Ravensburg-Verkehrsamt in der Hoßkircher Straße eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt.
Bei 50 gemessenen Fahrzeugen wurde 1 Überschreitung = 2 %
festgestellt. Die festgestellte Höchstgeschwindigkeit betrug 64 km/h.
Sicher durch den Sommer: TransnetBW und Netze BW geben Hinweise für landwirtschaftliche Arbeiten entlang von Freileitungen
- TransnetBW und Netze BW rufen zu besonderer Vorsicht bei Arbeiten in der Nähe von Freileitungen auf
- Vorausschauende Planung schützt Menschen, Maschinen und die Stromversorgung
Stuttgart. In den Sommermonaten sind auf Feldern und Wiesen viele große und hohe landwirtschaftliche Maschinen im Einsatz. Gleichzeitig erhöhen Trockenheit, Hitze und Staub das Risiko für Brände in der Nähe von Freileitungen. TransnetBW und Netze BW rufen landwirtschaftliche Betriebe deshalb gemeinsam dazu auf, Leitungsverläufe frühzeitig zu prüfen, die tatsächliche Arbeitshöhe ihrer Maschinen realistisch einzuschätzen und Sicherheitsabstände konsequent einzuhalten.
Dass beide Unternehmen diesen Hinweis gemeinsam geben, hat einen konkreten Hintergrund: TransnetBW betreibt das Höchstspannungsnetz, Netze BW als nachgelagerter Verteilnetzbetreiber das regionale Hoch- und Mittelspannungsnetz. An einzelnen Stellen nutzen beide Unternehmen gemeinsame Masten – oben mit 380-Kilovolt-Leitungen von TransnetBW, darunter mit 110-Kilovolt-Stromkreisen von Netze BW.
„Freileitungen sind ein zentraler Bestandteil einer sicheren Stromversorgung in Baden-Württemberg. Gerade während der Erntezeit ist es deshalb wichtig, Arbeiten in Leitungsnähe sorgfältig zu planen und ausreichend Abstand zu halten“, sagt Dr. Heiko Hembach, Leiter Leitungsanlagen bei TransnetBW. „So lassen sich Risiken für Menschen, Maschinen und den Netzbetrieb wirksam vermeiden.“
Abstand ist entscheidend für Sicherheit und Versorgung
Bereits eine unzulässige Annäherung an Leiterseile kann zu einem lebensgefährlichen elektrischen Überschlag führen – auch ohne direkten Kontakt. Besonders kritisch ist der Einsatz hoher Maschinen wie Mähdrescher, Feldhäcksler, Überladewagen oder Teleskoplader. Entscheidend ist dabei immer die tatsächliche Höhe in Arbeitsstellung, etwa bei ausgefahrenen oder angehobenen Komponenten. Auch Geländeunebenheiten, Wind oder das Ausschwingen der Leiterseile können den Abstand zusätzlich verringern. Ist die Spannungsebene einer Leitung nicht bekannt, sollte vorsorglich ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern eingehalten werden.
„In der Erntezeit zählt in der Nähe von Freileitungen jeder Meter“, sagt Andreas Herre, Leiter Netzregion Donau bei Netze BW. „Wer Maschinenhöhen kennt, Leitungsverläufe prüft und grundsätzlich fünf Meter Abstand einhält, schützt sich selbst – und stärkt zugleich die sichere Stromversorgung in der Region.“
Sorgfältige Planung bei Lagerung und Bewässerung
Auch bei der Lagerung von Stroh- und Heuballen ist Umsicht erforderlich. Sie sollten nicht unter Freileitungen oder in unmittelbarer Nähe angelegt werden. Beim Stapeln mit Frontladern oder Teleskopladern können Schutzabstände schnell unterschritten werden. Besonders kritisch wird es, wenn Stroh- und Heuballen unter einer Leitung in Brand geraten. Besondere Aufmerksamkeit erfordern außerdem Beregnungsanlagen: Wasserstrahlen dürfen den Sicherheitsbereich zu Freileitungen nicht erreichen. Die erforderlichen Mindestabstände hängen von Technik und Betriebsparametern der Anlage ab und sollten vor dem Einsatz mit dem zuständigen Netzbetreiber abgestimmt werden.
Richtiges Verhalten im Notfall
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Unterschreitung der Sicherheitsabstände und einem elektrischen Überschlag, gilt: Betroffene sollten im Fahrzeug bleiben, andere Personen fernhalten und sofort den Notruf 112 sowie den Netzbetreiber verständigen. Nur wenn ein Verbleib im Fahrzeug aufgrund eines Brandes nicht mehr möglich ist, sollte hüpfend mit geschlossenen Beinen abgesprungen und sich anschließend in kleinen Schritten entfernt werden, um Gefahren durch Schrittspannungen zu vermeiden.
Frühzeitige Abstimmung erhöht Sicherheit
TransnetBW und Netze BW empfehlen landwirtschaftlichen Betrieben, Arbeiten in Leitungsnähe frühzeitig zu planen, Maschinenhöhen vor dem Einsatz zu prüfen und sich vorab mit dem zuständigen Netzbetreiber abzustimmen. Wer Sicherheitsabstände einhält und Arbeitsabläufe vorausschauend organisiert, schützt sich selbst, andere und unterstützt eine sichere und zuverlässige Energieversorgung.
Hintergrund: Arbeiten in der Nähe von Freileitungen
Freileitungen sind ein zentraler Bestandteil der Energieversorgung und transportieren elektrische Energie über weite Entfernungen. Für Arbeiten in ihrer Nähe gelten klare Sicherheitsabstände, die abhängig von der Spannungsebene sind und unter keinen Umständen unterschritten werden dürfen. Die Einhaltung dieser Sicherheitsabstände ist bei allen Arbeiten in der Nähe elektrischer Leitungen zwingend erforderlich.
Grundsätzlich müssen die Abstände auch unter veränderten Bedingungen – etwa durch Temperatur, Wind oder Durchhang der Leiterseile – eingehalten werden. Gerade in der Landwirtschaft können durch große Maschinen und variable Einsatzbedingungen besondere Gefährdungen entstehen. Daher ist eine enge Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber erforderlich. Um die einzuhaltenden Sicherheitsabstände und die zulässigen Arbeitshöhen zu erfahren, kann unter folgenden Links eine Planauskunft eingeholt werden:
TransnetBW:
https://www.transnetbw.de/de/kontakt#leitungsauskunft
Netze BW:
https://www.netze-bw.de/partner/planenundbauen/leitungsauskunft
Vereinsnachrichten:
Fanfarenzugs Königseggwald
Vereinsausflug des Fanfarenzugs Königseggwald
Datum: 25.07.2026
Start: 14:00 Uhr, Königseggwald
Am 25. Juli 2026 traf sich der Fanfarenzug Königseggwald um 14:00 Uhr zum geplanten Vereinsausflug. Die Gruppe begann mit einer Wanderung von Königseggwald nach Hoßkirch. Vor Ort stand eine Besichtigung der Schnapsbrennerei im Gasthaus Engel bei Gerhard Fetscher auf dem Programm.
Herr Fetscher führte uns ausführlich durch seine Brennerei und erklärte:
– Herkunft und Mengen des verwendeten Obstes,
– die Weiterverarbeitung der Rohstoffe,
– den Destillationsprozess,
– Abfüllung und Etikettierung,
– sowie die Vermarktung der Erzeugnisse.
Im Anschluss an die Führung konnten die Teilnehmenden in gemütlicher Runde im Gasthaus Engel mehrere Brände und Liköre probieren. Dazu wurden Dinnete und Pizzen serviert, wodurch eine entspannte, gesellige Atmosphäre entstand.
Nach insgesamt etwa 4,5 Stunden Aufenthalt in Hoßkirch machte sich die Gruppe zu Fuß wieder auf den Rückweg und kehrte nach Königseggwald zurück.
Der Ausflug war informativ und gesellig. Die fachkundige Führung durch Gerhard Fetscher gab wertvolle Einblicke in Herstellung und Vermarktung der Schnapsprodukte; gemeinsames Essen und Verkostung rundeten den gelungenen Vereinsausflug ab.
Die letzte Probe vor der Sommerpause findet am Freitag, 31. Juli 2026, um 20:00 Uhr im Vereinsheim statt. Die Sommerpause dauert vom 1. August bis einschließlich Donnerstag, 17. September 2026; die erste Probe nach der Pause ist am Freitag, 18. September 2026.
Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf
Vom 20. Juli bis zum 30. September zeigen wir die Ausstellung ,,Unsere Moore – faszinierend, vielfältig, unverzichtbar‘‘ des Bayrischen Landesamtes für Umwelt. Sie gibt einen guten Überblick über die Entwicklung der Moore und ihre besonderen Funktionen am Beispiel der Moore Bayerns. Lassen Sie sich darüber informieren, wie wir selbst beim Moorschutz aktiv werden können! Der Eintritt ist frei.
Am 2. August bieten wir erneut eine öffentliche Moorführung im Gebiet um den Bannwaldturm im Pfrunger-Burgweiler Ried an. Mit Moorführer Erich Brosig widmen Sie sich dem Thema ,,Moor und Klima‘‘. Am Bannwaldturm betreut der Moorführer ab 13 Uhr den Infopoint. Die Führung startet direkt am Turm um 14 Uhr und dauert ca. 1,5 Stunden. Kosten: 5 € (erm. 2,50€). Keine Anmeldung erforderlich!
Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Wilhelmsdorf bieten wir am 7. August von 14 bis 17 Uhr einen Kreativen Schnitz- und Feilenkurs für 10- bis 12-Jährige an. Treffpunkt ist unsere Grillstelle am Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf, eine Anmeldung ist ausschließlich möglich über das Ferienprogramm der Gemeinde Wilhelmsdorf. Kosten: 5€.
Am 16. August dürfen Sie wieder in einer öffentlichen Führung das Gebiet um den Bannwaldturm im Pfrunger-Burgweiler Ried zusammen mit Moorführerin Christine Leonhardt näher kennenlernen. Am Bannwaldturm betreut ein/e Moorführer*in ab 13 Uhr den Infopoint. Die Führung startet direkt am Turm um 14 Uhr und dauert ca. 1,5 Stunden. Kosten: 5 € (erm. 2,50€). Keine Anmeldung erforderlich!
Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Wilhelmsdorf bieten wir am 27. August von 14 bis 15:30 Uhr die Führung ,,Hermelin: weiß oder braun?‘‘ an. Zusammen mit Umweltpädagogin Margit Ackermann wird das Hermelin ganz genau unter die Lupe genommen und der Moorerlebnispfad erkundet. Für Kinder ab 8 Jahren. Bitte wettergemäße Kleidung (Regenjacke, lange Hose, feste Schuhe) sowie Sonnen- und Mückenschutz und etwas zum Trinken und Vesper mitbringen. Eine Anmeldung ist ausschließlich möglich über das Ferienprogramm der Gemeinde Wilhelmsdorf. Kosten: 5€.
An Wochenenden und Feiertagen lädt die leckere Kuchentheke am Naturschutzzentrum zum Verweilen und Genießen ein, unter der Woche gibt es Snacks und süßes Gebäck.
Unser Infotheken-Team begrüßt Sie zu den gängigen Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag, 13:30-17:00 Uhr, am Wochenende und Feiertagen von 10:00-17:00 Uhr.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage https://pfrunger-burgweiler-ried.de/
Fünf Millionen Euro für den Moorschutz: Projekt „Klima Chance Moore“ zieht positive Halbzeitbilanz
Wilhelmsdorf – Zur Halbzeit des mit fünf Millionen Euro ausgestatteten Projekts „Klima Chance Moore“ haben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz im Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf eine durchweg positive Bilanz gezogen. Das von der Mercedes-Benz Group bis 2028 finanzierte Vorhaben gilt als bundesweit beachtetes Modell, um Moor- und Klimaschutz, Landwirtschaft und Umweltbildung miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Wiedervernässung von Moorflächen, die Entwicklung einer wirtschaftlich tragfähigen Paludikultur sowie Bildungsangebote rund um den Lebensraum Moor.
Stiftungsratsvorsitzende und Ostracher Bürgermeisterin Lena Burth sowie Wilhelmsdorfs Bürgermeisterin Sandra Flucht begrüßten die zahlreichen Gäste aus Landesregierung, Wirtschaft, Behörden und Naturschutz. Beide unterstrichen die Bedeutung der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried als Kompetenzzentrum für den Moorschutz. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass erfolgreicher Naturschutz nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen könne. „Wirtschaft und Naturschutz können gemeinsam Verantwortung übernehmen“, fassten sie den Grundgedanken des Projekts zusammen.
Dass sich diese Partnerschaft bewährt, unterstrich Olaf Schick, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group für Integrität, Governance und Nachhaltigkeit. Für den Stuttgarter Automobilkonzern sei das Engagement im Moorschutz ein wichtiger Baustein seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Die Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried verfüge über die notwendige wissenschaftliche und praktische Kompetenz. „Die Riedstiftung ist der Motor des Projekts“, sagte Schick. Sie sorge dafür, dass aus finanzieller Unterstützung konkrete Maßnahmen für Klima- und Naturschutz entstehen.
Auch Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker hob die zentrale Rolle intakter Moore hervor. Sie bezeichnete deren Wiedervernässung als eine der wirksamsten Maßnahmen für den natürlichen Klimaschutz. Moore speicherten große Mengen Kohlenstoff, regulierten den Wasserhaushalt und seien gleichzeitig wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Das Projekt in Wilhelmsdorf zeige beispielhaft, wie Klimaschutz in der Praxis umgesetzt werden könne.
Isabel Kling, Ministerialdirektorin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, richtete den Blick auf die landwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Flächen. Die sogenannte Paludikultur eröffne neue Perspektiven für die Landwirtschaft, indem nasse Moorböden weiterhin wirtschaftlich genutzt werden könnten. Entscheidend sei, Naturschutz und landwirtschaftliche Interessen miteinander zu verbinden.
Wie weit das Projekt inzwischen fortgeschritten ist, erläuterte Geschäftsführer Christoph Schulz. Er stellte die vielfältigen Arbeitsfelder der Riedstiftung vor und zeigte auf, welche Maßnahmen seit dem Projektstart bereits umgesetzt wurden. Dazu gehören Wiedervernässungsprojekte in verschiedenen Moorgebieten Baden-Württembergs, die Entwicklung neuer Bewirtschaftungsformen für nasse Moorflächen sowie umfangreiche Umweltbildungsangebote. Besonderes Augenmerk legte Schulz auf die neu geschaffene Moor-Kompetenz-Vernetzungsstelle, die die Projekte landesweit koordiniert und Akteure aus Naturschutz, Landwirtschaft, Wissenschaft und Behörden zusammenführt. Ebenso präsentierte er das Klimagas-Messprogramm, die modellhafte Entwicklung der Paludikultur sowie Bildungsprojekte wie das mobile Schauobjekt Moor und das „Moormobil“, mit denen Kindern und Jugendlichen die Bedeutung der Moore anschaulich vermittelt wird.
Beim anschließenden Fototermin am Moorerlebnispfad demonstrierte eine Schulklasse aus Wilhelmsdorf das Umweltbildungsprojekt mit dem Moormobil. Es machte deutlich, dass sich das Förderprogramm nicht allein auf Renaturierungsmaßnahmen beschränkt, sondern auch die Wissensvermittlung über Moore als natürliche Klimaschützer umfasst.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Fahrt zum Bannwaldturm im Pfrunger-Burgweiler Ried. Dort erläuterten Vertreter von ForstBW die Wiedervernässung der Waldmoore sowie die Entwicklung des größten Bannwaldes Baden-Württembergs. Vom Aussichtsturm bot sich den Gästen ein eindrucksvoller Blick über die renaturierten Moorflächen und die weitläufige Landschaft. Gleichzeitig wurde sichtbar, welche Bedeutung intakte Moore für den Klima-, Wasser- und Artenschutz besitzen und wie sich die gemeinsamen Anstrengungen von Land, Wirtschaft und Naturschutz bereits heute in der Landschaft widerspiegeln.
Mit dem Projekt „Klima Chance Moore“ ist zur Halbzeit deutlich geworden, dass der in Wilhelmsdorf eingeschlagene Weg weit über die Region hinaus Bedeutung besitzt. Die Verbindung von wissenschaftlicher Begleitung, praktischer Renaturierung, neuer landwirtschaftlicher Nutzung und intensiver Umweltbildung gilt inzwischen als Vorbild für weitere Moorgebiete in Baden-Württemberg. Die bis 2028 zugesagte Förderung der Mercedes-Benz Group schafft dafür die finanziellen Voraussetzungen und soll den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.
Text: Herbert Guth, Foto: Ingo Rack
Blick über das Pfrunger-Burgweiler Ried: Vom Bannwaldturm informierten Vertreter von ForstBW die Gäste aus Landesregierung, Mercedes-Benz und Riedstiftung über die Wiedervernässung der Waldmoore und die Entwicklung des größten Bannwaldes Baden-Württembergs.
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